Montag, 1. November 2010

Dass das geht ?!?


Wenn man erlebend bemerkt, daß man in der Unpünktlichkeit Diebstahl begeht.

Wenn man sich fragt, was man wie und warum tat, statt pünktlich gewesen zu sein, wo man war und ob man eingeschätzt hat was es bedeutet hat.

Wenn man die Substanz spürt, die verlorengegangen ist, beim Unpünktlichsein, dass man da vielleicht ein "Loch" gerissen hat (?)

Wenn ich mir im Frühjahr eine Blüte anschaue, an einem Apfelbaum und nach einiger Zeit sehen kann, wie es zwischen Stiel und Blüte dicker wird. Und sich innerlich staunend fragt, wo diese Substanz herkommt, diese Substanz, die zum Apfel wird und der Baum doch der gleiche bleibt (?) -- und dass es keine Kirsche wird, sondern ein Apfel, staunend sich fragt ohne "wissenschaftlich" irgendwie herumfaselt, wie das angeht. An dieser Stelle wünsche ich mir im Alphabet ein Staunzeichen, zusätzlich zum Fragezeichen.

Wenn man sich mal fragt, wie fragen geht und vor allem dass es geht, genau betrachtet vielleicht sogar nur durch fragen (?) Was tue ich, wenn ich frage und was geschieht dadurch?

Ist fragen auch gleich denken?
Kann man denken, wenn man nicht gefragt hat?

Wo geht es hin, was ich angefragt habe, wie "fange ich es auf" ? Wer/was bringt mir was entgegen ? Ist es so ?

War es ein Zwiegespräch, ein Gespräch, oder war ich ursächlich Schöpfer? Wie geht das, ohne gleich alles mit Begriffen zu bombardieren und zu erklären, denn, vielleicht stimmen sie gar nicht, die Begriffe? Bekomme ich nur durch Denken eine Antwort?(!)?

Wie verstehe ich ? -- ?
Tue ich da etwas oder geschieht da etwas mit mir?

Welche "Werkzeuge" sind mir gegeben, um mich hier zurecht zu finden ?

Ist z.B. Moral nur ein Begriff ? Gibt es überhaupt einfach nur Begriffe ? Liegt es vielleicht am falschen Gebrauch von Begriffen, dass unsere Natur zu verdorren beginnt ?

5 Kommentare:

Monika Maria Neumeyer hat gesagt…

Ich war hier.
Kam ich zu spät?

Ich war hier.
Du warst nicht da.

Und trotzdem warst Du bei mir.

manroe hat gesagt…

Doch doch, ich war da :)

Monika Maria Neumeyer hat gesagt…

Ich freue mich einfach und schätze sehr, Deine Behutsamkeit in den Worten, auch Dein fragendes Tasten. Erkenne mich selber in Deinen Worten.

Ja, die Worte sind am Verdorren ... so erlebe ich es schmerzlich und gerade heute (gestern) Morgen habe ich wie Du mich damit beschäftigt.

Es ist nicht egal, was ich sage und wie ich es sage.
Und es ist nicht egal, was und wie ich denke!
(inkl. mein Fühlen und Wollen).

Die Begriffe sind für mich mehrdimensional geworden. Mich interessiert ihr «Hintergrund» bis zum «Vordergrund».

Wenn ich mich forschend an Begriffe herantaste, offenbaren sie mir oft ihr Geheimnis. Dann staune ich über die Zusammenhänge.

Gute Nacht : )

Stefanie Rabenschlag hat gesagt…

Schönes Paradoxon:
Das Unteilbare mit - teilen.
Das Unverwechselbare aus - tauschen.

Einen guten Tag!

Eine Besucherin.

manroe hat gesagt…

Tja, die Begriffe sind irgendwie so Haltepunkte menschlichen Werdens. Wie nennt man an der Nordseküste die gesetzten Hindernisse zur Landgewinnung? Ich denke in einem sehr ähnlichen Sinne werden eben auch Begriffe geformt.

Monika, Stefanie, vielen Dank für euren Besuch.