Sonntag, 14. November 2010
Alles lebt
Man stelle sich mal vor, wir hätten keine Sprache.
Wie würden wir uns bewegen innerhalb unserer Erlebnisse ohne das Ausdrucksmittel einer Sprache?
Wie würden Begegnungen verlaufen, wenn der erlebte Innenraum keinen Kanal hätte, um sich verständig mit-zu-teilen?
Würden wir platzen oder an uns selbst ersticken?
Wie würden Erlebnisse zu Erfahrungen werden?
Ginge es?
Blieben wir in uns allein mit uns, wären wir dann wirklich allein?
Könnte man ein Fortschreiten mit uns allein als Selbsterkenntnis bezeichnen?
Erlebtes erleben, erleiden, --- ?
Dann bilden wir uns Benennungen, vergeben sie, damit wir uns orientieren können, wenn wir uns mit-teilen, weil wir es wollen müssen, um mit dem klar-zu-kommen, was wir erleben.
Und dann form-ulieren wir uns eine Sprache.
Wenn ich andere Sprachen höre, japanisch oder chinesich z.B., dann wundere ich mich jedesmal, was sich alles verstehen lässt.
Ihre Kernpunkte sind dann die Begriffe, gebildete Objekte, so nennen wir dies und das verbinden wir damit.
Begriffe gliedern und unterscheiden, um einer Gesamtsicht willen, um eines Überblicks, einer Handhabbarkeit willen, wir sollten sie fast heilig hüten, denn sie haben die Kraft, uns aus dem "Irrgarten" zu führen in dem wir stecken.
Wir sind umgeben von lebendig webenden ... --- ... welche Sprache ist das? Wer oder was spricht da?
Dienstag, 2. November 2010
Formen-des Denken(s)
Was tue ich zuallererst, wenn ich es tu?
Besinnen.
Anfängliches Sinnen beginnt zu Be-Sinnen.
Und in dieses Be-Sinnen strömt etwas ein, so als würde ich einem Laser die Energie des Lichts geben, damit er es bündelt.
Ich lasse etwas in mich einströmen, oder ich stelle mich in dieses Strömen und lausche, um besser be-sinnen zu können.
Ein ungeformtes Raunen, ein Rauschen zunächst, was in mich einströmend mich umströmt.
Ich bedarf dieser Energie, dieser Bewegung, um sie formen zu können.
Je mehr ich so sinne entsteht, erwächst eine kreative Umgebung, die zu mir zu sprechen beginnt, in dem Maße wie ich mich ihr selbstlos gebe und anvertraue.
Erst dann bilden sich Fragen, die mich mich lenken lassen, weil sie Formen zeigen, die mich wacher machen.
Ich vermag genauer hinzusehen und genauere Fragen zu form-ulieren.
Ein Gespräch entwächst dem anfänglichen rauschenden Raunen.
Ich werde inspiriert.
Und wache dahinein auf.
Montag, 1. November 2010
Dass das geht ?!?
Wenn man erlebend bemerkt, daß man in der Unpünktlichkeit Diebstahl begeht.
Wenn man sich fragt, was man wie und warum tat, statt pünktlich gewesen zu sein, wo man war und ob man eingeschätzt hat was es bedeutet hat.
Wenn man die Substanz spürt, die verlorengegangen ist, beim Unpünktlichsein, dass man da vielleicht ein "Loch" gerissen hat (?)
Wenn ich mir im Frühjahr eine Blüte anschaue, an einem Apfelbaum und nach einiger Zeit sehen kann, wie es zwischen Stiel und Blüte dicker wird. Und sich innerlich staunend fragt, wo diese Substanz herkommt, diese Substanz, die zum Apfel wird und der Baum doch der gleiche bleibt (?) -- und dass es keine Kirsche wird, sondern ein Apfel, staunend sich fragt ohne "wissenschaftlich" irgendwie herumfaselt, wie das angeht. An dieser Stelle wünsche ich mir im Alphabet ein Staunzeichen, zusätzlich zum Fragezeichen.
Wenn man sich mal fragt, wie fragen geht und vor allem dass es geht, genau betrachtet vielleicht sogar nur durch fragen (?) Was tue ich, wenn ich frage und was geschieht dadurch?
Ist fragen auch gleich denken?
Kann man denken, wenn man nicht gefragt hat?
Wo geht es hin, was ich angefragt habe, wie "fange ich es auf" ? Wer/was bringt mir was entgegen ? Ist es so ?
War es ein Zwiegespräch, ein Gespräch, oder war ich ursächlich Schöpfer? Wie geht das, ohne gleich alles mit Begriffen zu bombardieren und zu erklären, denn, vielleicht stimmen sie gar nicht, die Begriffe? Bekomme ich nur durch Denken eine Antwort?(!)?
Wie verstehe ich ? -- ?
Tue ich da etwas oder geschieht da etwas mit mir?
Welche "Werkzeuge" sind mir gegeben, um mich hier zurecht zu finden ?
Ist z.B. Moral nur ein Begriff ? Gibt es überhaupt einfach nur Begriffe ? Liegt es vielleicht am falschen Gebrauch von Begriffen, dass unsere Natur zu verdorren beginnt ?
Abonnieren
Kommentare (Atom)


