Beschreibungen
... im Gewahr-Werden dessen, wo ich bin --
Donnerstag, 1. Mai 2014
Ungeborenheit
Ich bin nicht Manfred, man hat mich nur so genannt.
Ich bin nicht dieser Leib, ich habe ihn.
Ich bin nicht beleidigt, erlebe aber, dass man mich beleidigt.
Ich denke nicht, sondern schaue dem zu, was ich sehen kann und bringe es in eine Gestalt.
Ich bin nicht bei Verstand, sondern nutze ihn als mein Werkzeug.
Ich tauche ein in ein Verständnis, als Zeuge und verlasse dann wiederum diese Form, um am Leben teilzuhaben, dass jenseits aller Formen auf ein Gespräch mit mir "wartet".
Wir begegnen uns, wir sehen uns, wir verstehen uns, wenn wir uns zulassen... denn wir durchstreifen alle denselben Garten.
Mittwoch, 16. April 2014
Phantasie und Phantasie
Mir geht es um den Unterschied von Phantasie. Die eine ist die, die man so kennt, Phantasie halt, aus Inhalten bestehend, die man frei zusammenspinnt und es dann mit Kreativität verwechseln könnte, nur weil es neue Zusammenstellungen bestehender Inhalte sind.
Aber ok, ist ja auch in Ordnung und gut so, aber bei der für mich wahren Phantasie geht es um Inhalte die ich empfange, die mir plötzlich zugänglich sind, dass sich mir etwas eröffnet, ich etwas zu schauen vermag und es ein erkennendes Licht wirft auf Inhalte mit denen ich mich beschäftige, selbst dann, wenn sie schon vor längerer Zeit veranlagt wurden.
Tickt man in Gesprächen bestimmte Bereiche und Fragen an, tun sich gleichsam Tore auf, die in das Reich der Antworten führen. Und ich weiss durchaus, dass es auch mein Wissen ist dann, aber im eigentlichen Sinne eben nicht, denn es öffnen sich immer Fenster, die beschrieben durch ein Thema hingestellt und Tor werden und Eintritt ermöglichen in den Bereich, in den man hineingefragt hat und die Antworten dann wie ein Echo, wie sich erhebende Filme sich auftun, die mir dann zeigen, was ich gefragt oder gehört habe.
Die dann auftauchenden Antworten braucht man nur noch, sie umschreitend und betrachtend, zu beschreiben. Und das, was ich dann beschreibe ist etwas, was mich/einen anregt auch im Sinne einer Phantasie, es fühlt sich ähnlich an, aber es sind dann eben keine Phantasien wie oben angedeutet, sondern Wirklichkeiten, die Boden schaffen, auf dem man weiter zu gehen vermag, es trägt und tut sich auf, das jeweilige Thema und ist dann auch wieder weg, wenn man dort nicht mehr hinschaut. Allerdings verbleibt eine Art Gedächtnis, das sich durch ein Gefühl wiederbeleben lässt und sich obiges Tor dann wieder auftut. Und dieses Gedächtnis steuere ich durch ein charakteristisches Gefühl, Empfinden, dass ich mit dem zuvor Erlebten verbinde, gehabt habe.
Trete ich dann dort ein oder hindurch durch jenes durch Frage geschaffene Tor, erlebe ich, wie dann Phantasie in ihrem eigentlichen Wesenskern zu atmen beginnt...
Es beginnt alles mit Frage, Zugehörtem, Thema... , das sind Bilder, die ich in/mit/durch meine Vor-Stellung auf meine innere Leinwand projiziere und diese selbsterzeugten Bilder gleichsam zu obigem Tor/Fenster sich wandeln, lebendig werden, Eintritt gewähren zum Film der Antworten in denen man dann herumgehen kann, in 3D. Es ist wie in einem Garten der Antworten, die mich beleben mit ihrem Atem einer solchen Phantasie, die wirkliche Realität ist. Sie erweisen sich als Realität, weil sie meine ursprüngliche Frage auflösen. Das wäre der Unterschied zu Phantasie.
Und bei allem weiss ich ganz genau, also dem, was ich hier zu beschreiben versuche, der eigentliche und wesentliche Bestandteil der die Fragen auflösenden Kraft nicht das/mein Wissen allein es ist, was dies bewirkt, ich spreche dann nicht aus meinem Wissen, sondern aus einem Zugang zu einem Wissen, das sich durch unser bekanntes Wissen zwar einläutet aber wesentlich nicht daraus besteht, ich also nicht einfach nur wiedergebe, was ich mal gelernt oder mir gemerkt habe, sondern es ganz frische Ware ist.
Freitag, 8. April 2011
Energie
Mir kommt da noch ein Bild zugeflogen, Energie, was ist das eigentlich?
Das Bild sagt mir, oder fragt mich, was ich davon halte: "Göttliche Gedankenkraft(?), unform-uliert(?) Weil sie es, was auch immer, ermöglicht(?)
Angeschaut würde man sehen, dass wir und die Schöpfung im göttlichen Gedankensein uns befänden und in uns die vom Prinzip her gleiche "Energie" pulst, wartet, nährt.
Energie ist ja eine, die reine Kraft, "wartendes" Leben könnte man sagen, die Möglichkeit zum Leben, zum Schaffen.
Und da wir inkarniert sind, also herausgezogen aus Gottes unmittelbarer Energie, fragen wir uns "da Draussen", also "hier", was Energie denn ist, diese merkwürdige "Substanz", die in uns ist, die alles erschafft.
Nimmt man sie, bündelt man sie, wie ein Laser, dann "brennt" man mit ihr in die sogenannte Wirklichkeit die Realität. Energie als Schöpfungs"substanz". Oder Licht als unsichtbare Sichtbarmachung, Schöpfungsinstanz eben.
Denken, Fühlen und Wollen wären nur die lenkende Instanz für das Bündeln jener Energie, die dann erschafft.
...inspiriert durch Monika
Dienstag, 15. Februar 2011
Zwischen Raum und Zeit
Im Körper, inkarniert, bin ich gebunden an Raum und Zeit, wie immer das funktioniert, ich weiß es nicht. Aber weil dem so ist, sind auch unsere Gedanken und Gefühle und Erlebnisse diesem Raum-Zeit-Erleben angepasst. Wir denken und fühlen in Strecken, wenn ich das jetzt mal als Bewegung in Raum und Zeit sehe. "Letzte Woche, da hatte ich..." "In der nächsten Zeit, da möchte ich..." Ich selbst befinde mich im Verhältnis zu solchen Gedanken in einer gewissen Entfernung, sowohl räumlich als auch zeitlich.
Habe mir grad bei einem Spaziergang vorgestellt, warum auch immer(?), was ein Bergsteiger wohl erlebt, wenn er tödlich abstürzt. Ob er wirklich große Schmerzen erlebt, oder seine Angst vielleicht sogar mächtiger ist -- und wenn er dann "aufwacht", vom Körper befreit und sich vielleicht wundert, daß er keine Schmerzen hat und spontan dann vielleicht denkt, nochmal Glück gehabt, bis er plötzlich merkt, weil er seinen Körper da liegen sieht und er sich nicht rührt, daß er vielleicht tot ist(?)
Jetzt wird er doch wohl frei sein von Raum und Zeit und dennoch erleben, ohne Raum und Zeit. Wird er dann nur erleben können, was ihm durch seine Geistseele zieht? Immer nur das, was er gerade erlebt, erleben kann? Man kann ja nur erleben, was man erleben kann(?) Immer, alles, nur gegenwärtig.
Liegt es vielleicht daran, daß, wenn man Kontakt zu Verstorbenen hat, bekommen kann, möchte, sie NUR gegenwärtig erreichbar sind, ganz unmittelbar und vielleicht daher das Erleben kommt, daß sie immer da sind, an den Schnittstellen gegenwärtigen Erlebens, weil es keinen Raum gibt, keine Zeit, sondern NUR das, was man wahrnehmen kann?
Sonntag, 6. Februar 2011
... bevor ich es nicht wußte!
Dieser Satz läßt sich vermittels Sprache darstellen. Aber was sagt er aus? Kann ich ihn auf mich anwenden? Und wo bin ich dann?
Sonntag, 30. Januar 2011
Oh Du mein Verstand!
Ach, da bist Du ja, ich habe schon so lange nach Dir gesucht, ich habe etwas in mir getragen, so ein unbestimmtes Bild, das mit mir zu sprechen versuchte. Ich habe es anfangs gar nicht so recht bemerkt, weil ich dachte, so sieht es halt aus, in mir, wenn ich da hinschaue, das ist wohl so. Aber mit der Zeit kristallisierte sich etwas heraus aus diesem inneren Panorama, dieser Kulisse für mein Dasein, mein farbiger Schatten, meine Echos, meine Heimat. Aber da war so ein bestimmter Klang, bis hin zu Stimmen einer Sprache, die man so nicht kennt, Sprache deshalb, weil es mich anzusprechen schien, eine ganz bestimmte Bewegung, eine Form, als wolle sie mich auf etwas verweisen. Oh Gott, wie blind man eigentlich ist, wie schwer es doch ist, sehen zu können was man sieht, sich ansprechen zu lassen von sich selbst, nur weil es kein grammatisches Deutsch ist? Oh Du mein Verstand, Du sollst mir dienen, nicht mich beherrschen, Ich sage Dir, auf was dein Sinn sich richten soll. Oder hattest Du bislang keinen Ansprechpartner?
Sonntag, 14. November 2010
Alles lebt
Man stelle sich mal vor, wir hätten keine Sprache.
Wie würden wir uns bewegen innerhalb unserer Erlebnisse ohne das Ausdrucksmittel einer Sprache?
Wie würden Begegnungen verlaufen, wenn der erlebte Innenraum keinen Kanal hätte, um sich verständig mit-zu-teilen?
Würden wir platzen oder an uns selbst ersticken?
Wie würden Erlebnisse zu Erfahrungen werden?
Ginge es?
Blieben wir in uns allein mit uns, wären wir dann wirklich allein?
Könnte man ein Fortschreiten mit uns allein als Selbsterkenntnis bezeichnen?
Erlebtes erleben, erleiden, --- ?
Dann bilden wir uns Benennungen, vergeben sie, damit wir uns orientieren können, wenn wir uns mit-teilen, weil wir es wollen müssen, um mit dem klar-zu-kommen, was wir erleben.
Und dann form-ulieren wir uns eine Sprache.
Wenn ich andere Sprachen höre, japanisch oder chinesich z.B., dann wundere ich mich jedesmal, was sich alles verstehen lässt.
Ihre Kernpunkte sind dann die Begriffe, gebildete Objekte, so nennen wir dies und das verbinden wir damit.
Begriffe gliedern und unterscheiden, um einer Gesamtsicht willen, um eines Überblicks, einer Handhabbarkeit willen, wir sollten sie fast heilig hüten, denn sie haben die Kraft, uns aus dem "Irrgarten" zu führen in dem wir stecken.
Wir sind umgeben von lebendig webenden ... --- ... welche Sprache ist das? Wer oder was spricht da?
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