Mittwoch, 16. April 2014
Phantasie und Phantasie
Mir geht es um den Unterschied von Phantasie. Die eine ist die, die man so kennt, Phantasie halt, aus Inhalten bestehend, die man frei zusammenspinnt und es dann mit Kreativität verwechseln könnte, nur weil es neue Zusammenstellungen bestehender Inhalte sind.
Aber ok, ist ja auch in Ordnung und gut so, aber bei der für mich wahren Phantasie geht es um Inhalte die ich empfange, die mir plötzlich zugänglich sind, dass sich mir etwas eröffnet, ich etwas zu schauen vermag und es ein erkennendes Licht wirft auf Inhalte mit denen ich mich beschäftige, selbst dann, wenn sie schon vor längerer Zeit veranlagt wurden.
Tickt man in Gesprächen bestimmte Bereiche und Fragen an, tun sich gleichsam Tore auf, die in das Reich der Antworten führen. Und ich weiss durchaus, dass es auch mein Wissen ist dann, aber im eigentlichen Sinne eben nicht, denn es öffnen sich immer Fenster, die beschrieben durch ein Thema hingestellt und Tor werden und Eintritt ermöglichen in den Bereich, in den man hineingefragt hat und die Antworten dann wie ein Echo, wie sich erhebende Filme sich auftun, die mir dann zeigen, was ich gefragt oder gehört habe.
Die dann auftauchenden Antworten braucht man nur noch, sie umschreitend und betrachtend, zu beschreiben. Und das, was ich dann beschreibe ist etwas, was mich/einen anregt auch im Sinne einer Phantasie, es fühlt sich ähnlich an, aber es sind dann eben keine Phantasien wie oben angedeutet, sondern Wirklichkeiten, die Boden schaffen, auf dem man weiter zu gehen vermag, es trägt und tut sich auf, das jeweilige Thema und ist dann auch wieder weg, wenn man dort nicht mehr hinschaut. Allerdings verbleibt eine Art Gedächtnis, das sich durch ein Gefühl wiederbeleben lässt und sich obiges Tor dann wieder auftut. Und dieses Gedächtnis steuere ich durch ein charakteristisches Gefühl, Empfinden, dass ich mit dem zuvor Erlebten verbinde, gehabt habe.
Trete ich dann dort ein oder hindurch durch jenes durch Frage geschaffene Tor, erlebe ich, wie dann Phantasie in ihrem eigentlichen Wesenskern zu atmen beginnt...
Es beginnt alles mit Frage, Zugehörtem, Thema... , das sind Bilder, die ich in/mit/durch meine Vor-Stellung auf meine innere Leinwand projiziere und diese selbsterzeugten Bilder gleichsam zu obigem Tor/Fenster sich wandeln, lebendig werden, Eintritt gewähren zum Film der Antworten in denen man dann herumgehen kann, in 3D. Es ist wie in einem Garten der Antworten, die mich beleben mit ihrem Atem einer solchen Phantasie, die wirkliche Realität ist. Sie erweisen sich als Realität, weil sie meine ursprüngliche Frage auflösen. Das wäre der Unterschied zu Phantasie.
Und bei allem weiss ich ganz genau, also dem, was ich hier zu beschreiben versuche, der eigentliche und wesentliche Bestandteil der die Fragen auflösenden Kraft nicht das/mein Wissen allein es ist, was dies bewirkt, ich spreche dann nicht aus meinem Wissen, sondern aus einem Zugang zu einem Wissen, das sich durch unser bekanntes Wissen zwar einläutet aber wesentlich nicht daraus besteht, ich also nicht einfach nur wiedergebe, was ich mal gelernt oder mir gemerkt habe, sondern es ganz frische Ware ist.
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