Sonntag, 30. Januar 2011

Oh Du mein Verstand!



Ach, da bist Du ja, ich habe schon so lange nach Dir gesucht, ich habe etwas in mir getragen, so ein unbestimmtes Bild, das mit mir zu sprechen versuchte. Ich habe es anfangs gar nicht so recht bemerkt, weil ich dachte, so sieht es halt aus, in mir, wenn ich da hinschaue, das ist wohl so. Aber mit der Zeit kristallisierte sich etwas heraus aus diesem inneren Panorama, dieser Kulisse für mein Dasein, mein farbiger Schatten, meine Echos, meine Heimat. Aber da war so ein bestimmter Klang, bis hin zu Stimmen einer Sprache, die man so nicht kennt, Sprache deshalb, weil es mich anzusprechen schien, eine ganz bestimmte Bewegung, eine Form, als wolle sie mich auf etwas verweisen. Oh Gott, wie blind man eigentlich ist, wie schwer es doch ist, sehen zu können was man sieht, sich ansprechen zu lassen von sich selbst, nur weil es kein grammatisches Deutsch ist? Oh Du mein Verstand, Du sollst mir dienen, nicht mich beherrschen, Ich sage Dir, auf was dein Sinn sich richten soll. Oder hattest Du bislang keinen Ansprechpartner?