Freitag, 13. August 2010
Die zwei Wächter
Wenn man das, was man Gesinnung nennt, in sich betrachtet, kann man bemerken, dass es ein schweigsames Wesen zu sein scheint, das mir aber die Unterschiede dessen, was ich vorhabe zu tun oder glaube tun zu müssen sehr genau darstellt, mit einem zarten Verweis auf den, den wir Moral nennen. Es sind die zwei Wächter meiner Taten, bevor sie auf die Reise gehen.
Und wenn ich dann meine ein freier Mensch zu sein und tun und lassen kann was ich will, dann werden sie mich zwar nicht hindern, aber dennoch Zensuren verteilen, die wie ein Tattoo meinem Wesen mitgegeben werden. Und wenn ich dann irgendwann teilweise vergessenhabend in den Spiegel meiner Frage schaue, dann werde ich sie sehen, die Tattoos, manche zucken mit den Achseln, manche lächeln mir zustimmend zu, manche verweisen mich auf Ausgleich, allerdings drastisch zwingen werden sie mich nicht, aber meine Gesinnung wird sich ändern und ich mich mit ihr, einsteigend in die nächste Reise.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

10 Kommentare:
Manfred, freue mich sehr, dass Du schreibst.
:-)
Hier bin ich nun. Danke für die Einladung.
Noch weiß ich nicht so recht, was ich darauf antworten soll. Zu viele Bereiche sind für mich angeschnitten. Was verstehst Du unter den beiden Wächtern?
Hallo Monika, schön Dich hier zu sehen.
Gehe einfach von dem aus, was Du beschreibst, wenn Du im Herzinnenraum Deine Antworten empfängst, die dem entsprechen, was Du "angefragt" hast. Und es "funktioniert". Aber warum, wer, was spricht da noch mit?
Man lernt doch auch von solch ursprünglichen Antworten die dann MEINEN Freiheitsbereich weiten. Und dieser wiederum dann meinen Wahrnehmungs- und Fragebereich.
Auch wenn man den Eindruck hat bereits frei zu sein bereits in völliger Freiheit zu sein, wenn man in obigem Sinne seine Antworten bekommt, man bekommt Antworten!! Selbst dann, wenn man keine Fragen mehr hat -- was ja nur für (wirkliche) Antworten die Bedingung wäre -- geht es NUR dann weiter, WENN man Fragen hat, als Lebenshaltung, Impuls, Intention und all dies will "genährt, gezündet" sein. Da bedarf es einer energetischen Formung, da will etwas geformt sein.
Und MEINE Formungen aus MEINER erworbenen Freiheit, denn die muss erworben sein, Sebastians "klack" z.B. ist ja lediglich eine Art Urknall, da geht es doch erst wirklich los, dann, danach. Also MEINE Formungen, M E I N E, bedürfen einer anfänglichen Begleitung und in einer solchen erlebe ich das, was ich Gesinnung nenne, die wiederum beratend-formend durch das Raunen der Moral auch zu einer solchen sich wandelt, dem freien Handeln aus Moral, in der ich nicht das erblicke, was man zumeist als hinderlich erlebt, das Moralisieren etc. Man möge da wirklich mal genau hinschauen!! Wer unter Moral stöhnt, sollte sich nicht von der Moral befreien, sondern davon, was ihn durch Moral zu hindern meint. Aus Moral werden geistige Städte gebaut!
Und meine beiden Wächter da oben (im Text), sind mir jene Begleiter aus meinem formenden Schöpfungspotential in die Schöpfung hinein, sie stehen an der Pforte zu meine Werken, mit ihrer "Tattoo-Nadel" ;), den formenden Ratgebern für die echte Freiheit.
Dann kann ich diese beiden auch das vermeintlich Gute und das vermeintlich Böse nennen. Im Grunde genommen alles, was ich als «Paar» wahrnehme, dazu gehört auch der Spiegel.
Denn, wenn ich der Dritte in diesem Bunde (das Bewusstsein) bin, werde ich die sein, die beschreibt und zwar beide Wesen des dualen Prinzips und dies wieder aus dem dualen heraus.
Die werden aber nicht meine Berater sein, sondern der Fokus, auf den ich mein Bewusstsein richte.
Allein, wenn ich diese Worte benutze, muss «ich» das, was mein Bewusstsein ist, in ein Duales zwängen.
Deinen Vergleich mit der Tatoo-Nadel finde ich gar nicht so schlecht ;-)
Doch, was wird gestochen? Es muss ja stets einer von beiden sein ...... oder die beiden Gesellen stechen ein zweites und dann haben wir doch schon den Cocktail voll mit Spiritus. Einer sticht, einer wird gestochen und EINER schaut oder ER schaut eben weg. Bis einer der beiden Gesellen sich in die Position begibt: Hm, warum steche ich eigentlich oder weswegen lasse ich mich stechen? Dazu müsste er Mensch werden, damit er Fragen stellen kann.
ALLES ist mit Bewusstsein durchdrungen. Doch nur wir als Spezies Mensch können uns spiegeln, durch das, was wir Licht und Finsternis nennen.
Wie frei sind die WESEN und wie frei sind wir?
Die Monika ist mein Hampelmann. An der kann man so schön ziehen und sie macht genau das, was ich will und jetzt lässt sie den Griffel fallen .....
"Dann kann ich diese beiden auch das vermeintlich Gute und das vermeintlich Böse nennen. Im Grunde genommen alles, was ich als «Paar» wahrnehme, dazu gehört auch der Spiegel."
NEIN, eben nicht!! Das was ich hier meine hat eben NICHTS mit der Dualität zu tun, NICHTS.
Stell Dir vor, Du "gehst" im Einheitlichen "spazieren", oder im Feld von Erkanntem, bist Du da allein?? NEIN! Und wenn man nicht allein ist bedingt das nicht zwangsläufig eine Dualität. Und Lernen oder sich entfalten hat nichts mit dem Prinzip von Gut und Böse zu tun, wenngleich man damit zu tun bekommt. Im Umgang, mittendrin von Gut und Böse vermag ich mich zu orientieren, andernfalls hätten jene zwei Prinzipien überhaupt keinen Wert.
Mein Augenmerk hier liegt auf dem Vermögen einer Orientierung, eines Lernens, unter Ratgebendem auf dem Wege. Und jener Weg "tätowiert", mein Meister tut das, als Echo meiner Handlungen, gesetzmässig. Und dieser "mein Meister" bin zwar insofern Ich, als das ich mitbekomme was geschieht und DAS ist das oder ein Prinzip des Werdens oder wie Steiner so schön sagt Entwick-e-lung.
Einheit entfaltet sich nicht, sie ist. Austreten und Eintreten sind die zwei Schritte des Werdens. Und dabei nehme ich mich immer mit, sollte ich zumindest.
Ent-wickelung ist das Reich meiner ER-Fahrungen, Manfred und Erfahrungen kann ich nur in der Dualität machen. Nenne sie, wie Du willst und auch Steiner beschreibt diese Reiche ganz deutlich als Dual. Schau Dir den Menschheitsrepräsentanten an. Deutlicher geht es nicht. Keines der beiden Reiche kann in Aktion treten, wenn nicht das andere ebenfalls in Re-Aktion tritt. Wenn das andere nicht in Re-aktion tritt, tritt automatisch Ruhe wieder ein. Abschalten. Stille.
Es sind Nuancen aus den Bereichen der Wesenheiten. Sie sind stets Dual und be-Ding-en einander. Wer, wenn nicht ich, könnte sie sonst wahr-nehmen?
Wenn Du es nicht als Dual sehen kannst, so ist das für mich ok. Es werden aber stets Paare sein, wer sollte sonst tätovieren?
Selbst das Vater unser zeigt die beiden «Gesichter» Gottes. Wenn Dir an einer ganz bestimmten Stelle «das Blut gefriert», hast Du es durchdrungen und die beiden «Gesichter» erkannt. Und wer kann es erkennen? Das «Licht» meines Bewusstseins, wenn ich den Bewusst.seins.fokus darauf richte und FRAGE. Ansonsten ist Ruhe. Stille.
Wenn ich durchdrungen habe, was die 1, die 2 und die 3 bedeuten (das Dreieck mit dem Auge drin), so habe ich das Wesen-tliche durchdrungen. Und das wiederum kann ich wunderbar an einer Pflanze studieren. Dann macht es eben irgendwann mal Klack. Gut und Böse ist eben auch so eine hochgradig irreführende Definition.
Bin jetzt unterwegs, auf Reise sozusagen ... schaue später wieder rein.
Mooonikaa, ich wende mich doch hier durch nichts gegen eine Dualität, sondern wollte Dich nur dahingehend zurechtrücken, dass das, was ich meinte, absolut nichts mit Gut und Böse zu tun hat. Schau doch mal meinen letzten Absatz in meinem vorigen Kommentar an Dich.
Und das mit dem 123 "predige" ich hier schon seit geraumer Zeit, auch an Dich, doch endlich mal zur Kenntnis zu nehmen, dass ich das begriffen habe. Soll ich das nochmal in fett schreiben??
----
"...bist Du da allein?? NEIN!"
"Wenn Du es nicht als Dual sehen kannst, so ist das für mich ok. Es werden aber stets Paare sein, wer sollte sonst tätovieren?"
--------
Dualität und nicht allein sein sind zwei verschiedene "Dinge". Ich kann durchaus in Einheit sein und dennoch nicht allein.
Mir geht es um einen/den Beginn einer wirklich freien Handlung, wenn ich sozusagen die Tür öffne in den Handlungsraum hinein. Dualität ist hier das Schöpfungsprinzip, abstrakt, übergreifend. Aber im Dualitätsprinzip handelnd, gibt es viele Nuancen, um in diesem Handlungsprinzipraum bestehen und wirksam vorwärts kommen zu können. Und das muss man mal differenzierend in Betracht ziehen.
Ich wünsche Dir angenehme Urlaubstage, wo solls denn genau hingehen?
Hm. Zum Baumarkt, wir brauchten noch Fugengrau und Gartenschlauch :-))))
Verreisen tue ich in zwei Wochen nach Indien und mach da eine Ayurveda-Kur in Kerala.
*
«Mir geht es um einen/den Beginn einer wirklich freien Handlung, wenn ich sozusagen die Tür öffne in den Handlungsraum hinein.»
Wie frei sind wir da? Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden .... Was heißt denn das? Wie frei bin ich dann?
«Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen.»
Wer zieht hier die Grenze? Wer bestimmt, wie weit der andere wollen darf?
Darum geht es doch: kann ich erkennen, dass alles, was ich tue eine Konsequenz hat? Etwas folgt, geht zusammen. Tue ich etwas aus einem moralischen Impuls heraus? Womit verbinde ich mich denn da? Mit etwas, was als Gesetzt mal definiert wurde?
Und was, wenn ich erkenne, dass dieses Gesetz die größte Illusion war, der ich aufgesessen bin?
Und was, wenn ich erkenne, dass das Universum in den gleichen Gesetzen verläuft, wie ich als Mensch auch funktioniere? Wie oben so unten.
Jetzt geht es los! Endlich ein neuer Blog!
B - Log
Gratulation!
"Und was, wenn ich erkenne, dass dieses Gesetz die größte Illusion war, der ich aufgesessen bin?"
Ist es nicht so, dass man sich erstmal einen festen, verlässlichen "Punkt" schaffen muss? Und wenn man einer Illusion aufgesessen war, dann war es sicherlich eine Illusion, ganz offensichtlich. Aber in meiner Welt gibt es Gesetzmässigkeiten. Und in Gesetzmässigkeiten erblicke ich "Je-Nachdem_Wandlungs-Möglichkeiten". Logik ist z.B. keine Illusion, zumindest nicht für die Bereiche, für die sie da ist. Daran anschliessend mach ich dann mit Folgerichtigkeit weiter und gehe dann über in eine Umsichtigkeit und begegne dann der extrem flexiblen "Es kommt immer darauf an"-Gesetzmässigkeit.
---------
"Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden .... Was heißt denn das? Wie frei bin ich dann?"
Unter einer solchen oder dieser oder überhaupt Freiheit verstehe ich ein Bemühen darum, jenen "Dein Wille" erkennen zu wollen, um in Einklang damit mitschwingen zu können -- und in einem solchen "Handlungsraum" dann erlebe ich so etwas wie eine göttliche Gesinnung, die durchaus Freiheit spricht.
"Wie frei bin ich dann?" - diese Frage finde ich ein wenig falsch gestellt.
------
"Womit verbinde ich mich denn da? Mit etwas, was als Gesetzt mal definiert wurde?"
Die Gesetze die ich meine, sind keine definierten. Deshalb sage ich auch zumeist Gesetzmässigkeiten, darin erspüre ich einen entscheidend anderen Geist. Und ich erleb mich dann da nicht unbedingt als "verbinde ich mich", sondern eher einem Geschauten, Erlebten ähnlich dem unserer äusseren Natur. Wenn ich eine Pflanze nicht giesse, dann geht sie ein etc.
---------
"Und was, wenn ich erkenne, dass das Universum in den gleichen Gesetzen verläuft, wie ich als Mensch auch funktioniere? Wie oben so unten."
Wenn ich in der Erkenntnis lebe, erlebe ich, dass ich dazu gehöre, ein Teil davon, ein Ausdruck, Mitgestalter. Und unter Freiheit verstehe und erlebe ich eben das Gegenteil einer Willkür die einfach mal so in mir aufsteigt.
Vielleicht sollte man sogar sagen, dass Freiheit das Imleben göttlichen "Willens" ist, ohne gleich zu meinen, selbst Gott zu sein, sondern dann, göttlich, oder bescheidener: göttlichhaft.
In meiner Welt gibt es auch Gesetzmäßigkeiten, diese nennen sich Bewusst.Sein, Beobachterin und Zeugin des Einen, erkennen, wahrnehmen. In diesem Sinne bleibt auch dies Dual, respektive der Dritte im Bunde.
ES WAR EINMAL ..... Im Sein «schläft» «Gott». Er hat sich DA noch nicht manifestiert. Noch ist er die Summe EINS.
Ob in Dir eine Willkür aufsteigt oder nicht ist nicht relevant. Relevant ist, ob Du erkennen kannst, dass alles schon vorher nach Gesetzmäßigkeiten festgelegt ist oder nicht.
Und genau hier ist liegt die TAT-SACHE: Die MANI-FESTATION. Im Tun muss ich den «Schlafzustand» verlassen! Und genau da, beginnt DAS sein WERK zu zeigen als Teil Gottes aber never das Ganze. Obwohl das GANZE im TEIL drin ist. Logisch ist es nicht, es ist phänomenal!
Bis zum TOR ist Logik das Geländer, an dem ich durch die «Finsternis» mich «hoch»arbeiten kann. Oben bricht das GEBÄUDE zusammen. Die ganze Logik fällt in sich zusammen. Und den toten Vogel, der Gestürzte, gilt es zu VERBRENNEN und zu VERINNERLICHEN und VERINNERLICHEN kann ich dies nur, wenn ich ANNEHMEN kann und hier zeigt sich das, was das vermeintlich Gute und das vermeintlich Schlechte waren: Reine Illusion! Ein Gebäude von Gesetzmäßigkeiten. Damit ich dies annehmen kann, wird das Tor geöffnet. Auch dies geschieht gesetzmäßig. Habe ich darauf einen Einfluss? NEIN. Wenn das «Gesetz» erfüllt ist, heißt es: Tritt ein durch das Herztor! Der Verstand muss ins Herz versenkt werden. Ersaufen.
Hier vermählen sie sich – der Weg von unten und der Weg von oben.
*
Ja, schön.
Und wie geht es weiter, insofern ich meinen «Tod» überlebt habe? Ich steige ins Karussell, identifiziere mich mit NICHTS und ALLEM und wirke weiter ... je nachdem, wohin ES mich schickt und verfolge bewusst meinen Weg der ER-Fahrungen weiter.
Von Freiheit keine Spur ... in Freiheit eine Spur.
Ich kann sie verfolgen ..... und weil ich sie verfolgen kann ... war ich dann je FREI?
Kommentar veröffentlichen