Ach, da bist Du ja, ich habe schon so lange nach Dir gesucht, ich habe etwas in mir getragen, so ein unbestimmtes Bild, das mit mir zu sprechen versuchte. Ich habe es anfangs gar nicht so recht bemerkt, weil ich dachte, so sieht es halt aus, in mir, wenn ich da hinschaue, das ist wohl so. Aber mit der Zeit kristallisierte sich etwas heraus aus diesem inneren Panorama, dieser Kulisse für mein Dasein, mein farbiger Schatten, meine Echos, meine Heimat. Aber da war so ein bestimmter Klang, bis hin zu Stimmen einer Sprache, die man so nicht kennt, Sprache deshalb, weil es mich anzusprechen schien, eine ganz bestimmte Bewegung, eine Form, als wolle sie mich auf etwas verweisen. Oh Gott, wie blind man eigentlich ist, wie schwer es doch ist, sehen zu können was man sieht, sich ansprechen zu lassen von sich selbst, nur weil es kein grammatisches Deutsch ist? Oh Du mein Verstand, Du sollst mir dienen, nicht mich beherrschen, Ich sage Dir, auf was dein Sinn sich richten soll. Oder hattest Du bislang keinen Ansprechpartner?

9 Kommentare:
Manfred
Dies nenne ich Einklang der Seelen. Danke Manfred für diese Worte. Den Ansprechpartner habe ich vor über 6 Jahren gefunden. Doch die Worte, um dies zu beschreiben, werden erst in Raum und Zeit geboren.
Im Ur-Anfang war das Wort ...
Und wenn mans denn gefunden hat, ist man nie mehr allein :))
Boah Manfred, mir geht es im Moment mit Bildern so. Herrje, wenn ich deinen Text hier lese, wird mir ganz anders. Scheine bisher blind gewesen zu sein...
Großes Dankeschön auch von mir. Sehr hilfreicher, guter Beitrag.
*drück*
Hallo Annemarie,
freut mich, dank Dir.
...eigentlich gibt es ja auch nur Bilder, bzw. Filme, man muss halt im "Kino" bloss seinen Platz finden.
Tja, mein lieber Manfred. Ich sass im Kino immer ganz gern hinten und mittig. Von da aus hatte ich immer eine ausgezeichnete Sicht auf das Geschehen.
Nun wurde ich in die vordersten Reihen geschubst und die Bilderflut erschlägt mich fast...
Danke dir auch. Du hast dich unglaublich verändert, was deinen Schreibstil angeht. Früher hab ich dich nie verstanden. Und jetzt - eine wahre Schatzkiste. Schön das.
:)
Liebe Annemarie,
wie gehst Du denn mit den Bldern um, wenn ich Dich mal fragen darf (?)
Gar nicht. Ich um-gehe sie nicht, denn sie kommen so oder so. Mitunter machen sie mir Angst. Und selbst dagegen kann ich nichts machen. Dann habe ich eben Angst. Sie verschwindet auch wieder.
Ansonsten schau ich mir die Bilder an und spüre, was sie in mir hinterlassen. Die Aussagekraft ist enorm. Und stimmt immer. Das ist faszinierend.
Aber noch faszinierender finde ich die Reaktionen meines Körpers. Erst heute wieder hatte ich das Gefühl, dass er sich verschiebt oder richtig hinrückt. Ich war im Halbschlummer nach dem Mittagessen, als es plötzlich in mir ruckte. Das tut nicht weh oder so, aber es ist schon beeindruckend. Und dann war mir, als würde die Sonne ins Zimmer hereinscheinen, so hell wurde es. Doch als ich die Augen öffnete, war es genauso düster wie schon den ganzen Tag.
Phänomenal. Kennst du das auch?
Ich kenne, früher mal, daß ich im Schlaf wach war, es war völlig normal, bis auf den Moment wo mir klar wurde, daß ich doch schlafe. Dann gabs eine kleine Panikattacke und ich schlüpfte dann wieder in meinen Leib, der mir zäh wie gefroren vorkam, es dauerte eine Weile, bis er wieder geschmeidig war.
Ansonsten bin ich völlig "normal" :))
:))))
So ist es. Vollkommen normal.
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