Samstag, 11. September 2010

Wie bemerke ich die Gegenwart?



Wenn ich "nach vorn" schaue, zukünftig, tauche ich in Erleben ein, strebe ich Erfahrung an und lasse dies gerinnen zum Wissen durch mein denkerisches Denken, würde ich jetzt gern sagen, weil ich im Denken eine Art Universal-"Werkzeug" erlebe, mit dem ich denke, Ich. Ich denke. Und ich denke dann das, was sich meinem Wahrnehmen darbietet. Wahrnehmen jetzt im umfassenden Sinne. Wahrnehmung wäre für mich auch, zunächst, ein mir mir selbst vorgelegtes Wissen, das bereits einen denkerischen Weg durch jemand Anderen zurückgelegt hat, das dann erneut von mir erschlossen sein will, um zum eigentlichen Wert vordringen zu können, der in ihm für mich verborgen ruht.

Drehe ich mich jetzt um und schaue zurück in meinen erworbenen Schatz hinein, blicke ich in Gewordenes, Errungenes, Vergangenes, in die Vergangenheit.

Eigentlich befinde ich mich in einem Nährboden aus einerseits gewordenen "Produkten" und in zu schaffenden "Produkten" andererseits. Ich schaffe und verdaue. Meine beiden "Arbeitgeber" sind Vergangenheit und Zukunft. Aber lokalisieren kann ich sie nicht, weil sie sich durch meinen "Standpunkt" eigentlich selbst benennen.

Besinne ich mich selbst, also mich als Inkarnierten, sehe ich mich "stehend" inmitten der "Substanzen", die noch auf mich warten und denen, denen ich bereits mal meine Aufmerksamkeit gegeben habe. Ich spreche mich selbst als Produzenten an, schaue mir dabei zu und befrage mich ob eines nächsten Schrittes. Ich befrage sowohl die "Vergangenheit" als auch eine "Zukunft" und lasse in den Inkarnierten dort meine Intentionen einfliessen, mal sehen, was er macht und wie und ob es vielleicht scheitern könnte.

Ist Gegenwart jetzt so etwas wie ein Plan, den ich mir selbst zuführe? Gegenwart, die Startlinie für einen nächsten Energieinput? Zumindest bemerke ich, dass, wenn ich es bin der tut, für ein wirklich Neues, ein solches aus einem "Nichts" heraus geschieht, ja geschehen muss, wenngleich ein solch vermeintliches Nichts "gezündet" werden muss aus einem Energieimpuls, -zentrum heraus, der bereits aus etwas bestehen muss, ansonsten könnte ich den initialen Impuls nicht starten.

Und ein solches Bild betrachtend mit der Frage nach Leben und Tod, oder nach Leben oder Tod, vermag ich nicht zu beantworten. Und dennoch scheint mir die Antwort in einer solchen Frage, in dieser Frage, zu liegen. Solche Bilder erlebend frage ich mich, ob es Wahrbilder sind und was Bilder in Wahrheit sind.

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